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› WIEDER ERHÄLTLICH: Mythos-Msschine
Nachdem das Buch schon seit einiger Zeit vergriffen und eine weitere Auflage vom Verlag nicht mehr geplant ist, kann es nun exklusiv über Amazon bezogen werden. Diese Ausgabe ist identisch mit der bisherigen, farbige Abbildungen inklusive.
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› Die Rauheit des Sinns
Auf Einladung der Künstlerin und Podcasterin Marie von Heyl wurde am 19. Februar 2021 ein Gespräch aufgenommen, in dem das Thema der Sprachlust und des Sprachschmerzes vielfältig gewendet und assoziativ erkundet wurde.
Wir diskutieren den Chandos-Brief von Hugo von Hofmansthal und Roland Barthes’ Lust am Text, wir schleifen an einer Theorie der Rauheit des Sinns und fragen nach den Initiations-Mythen in Künstlerbiografien, nicht zuletzt nach unseren eigenen. Mit viel Lust und wenig Schmerz sprechen wir, bis unsere Stimmen rau werden.
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݀sthetik des Oralen
Das Orale vereint Sinnlichkeitspraktiken mit Entgrenzungspotential, psychisches Schicksal, kulturelle Konditioniertheit. Literatur, Film – konkret oder narrativ – sowie die Performance-Kunst geben Zeugnis von Erkundungen, in denen Genuss, Protest und Verstörung oftmals ununterscheidbar werden. Die Ästhetik des Oralen widmet sich in hermeneutisch orientierten Einzelanalysen verschiedenen Aspekten des Mündlichen in den Künsten und zeigt, wie mikrostrukturelle Gegebenheiten mit kulturellen Großthemen verbunden sind: Sinnkonstitution, Mythologie, Krankheit, Sexualität, Moral. In der oralen Begegnung mit Dingen und Menschen ist etwas vom Möglichkeitsreichtum und der Undurchdringlichkeit humaner Erfahrung zu erkennen: Lust, Grenzauflösung, Grenzbestimmung, Angst, Zerstörungswut, Abwehr, Verachtung, Regression, Produktion – und Tod.
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› Thermo-Ästhetik
Kunst ist für gewöhnlich eine Sache, die betrachtet wird. Der Sehsinn dominiert in der Geschichte der Kunstentwicklung und nur zaghaft deuten sich Rezeptionsmodi an, die eine Sinnenausweitung anstreben. Ein Sonderfall stellt die Verwendung von thermischen Verhältnissen dar, die sich vollständig der Sichtbarkeit entziehen. Mit der Thermo-Ästhetik liegt erstmals eine zusammenfassende Darstellung von Kunstwerken vor, die seit den 1960er-Jahren die Möglichkeiten einer erweiterten ästhetischen Erfahrung mittels Wärme und Hitze erkunden.
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› POPulismus. Über Superheldenfilme
Ausgehend von dem auffälligen Faktum, dass der Aufstieg populistischer Bewegungen und die Welle an Superheldenfilmen (2017–2019} zeitlich korrelieren, beginnt der Aufsatz mit einer schlichten Beobachtung: Im Populismus erfährt der dezisionistisch agierende Führer als heldischer Charakter, der über Gut und Böse entscheidet, eine Wiedergeburt. Es erwies sich jedoch weitergehend, dass ein ganzes Motivbündel vorliegt, das Korrespondenzen zu zentralen populistischen Themen aufweist – Motive der Bedrohung, des Kampfes, der Selbstbehauptung und der thymotischen Aufrichtung.
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› Gesichtsoperationen (Online-Vortrag)
Vortrag, der ursprünglich im Museum für Gegenwartskunst Siegen im Rahmen der Ausstellung »Unsere Gegenwart« (14.2.–16.8.20) hätte gehalten werden sollen. Aufgrund der Corona-bedingten Regelungen wurde das Museum geschlossen. Prof. Dr. Gunnar Schmidt (Medien- & Kulturwissenschaftler) kommentiert eine Reihe neuester Medienkunst, die sich auf ungewöhnliche Weise mit dem Porträt und dem Gesicht befasst. Die strukturierende Grundthese lautet, dass die künstlerischen Expressionen vor dem Hintergrund aktueller Entwicklungen von Face-Tracking-Technologien bewertet werden müssen.
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› Gesichtsverkennung
Der Essay thematisiert die neuesten Techniken des facial und emotional tracking. Mit den visibilisierenden Techniken vollzeiht sich schleichend eine Umkehrung des Verhältnisses von Mensch und Maschine. Aus dem »panoptischen Subjekt« (Peter Sloterdijk), das triumphal die Welt beherrscht, ist ein beherrschtes geworden. Zu diesem Befund gelangt man, wenn man eine sprachliche Figur ernst nimmt, die seit langem besteht. Eine der Errungenschaften der Gegenwart besteht darin, dass nicht mehr nur der Mensch die Welt beobachtet, sondern technische Einrichtungen den Menschen ›beobachten‹. Die Frage lautet: Welches Reaktionen auf Seiten des Gesichts sind zu erwarten? Anpassung oder Ausdrucksüberschuss? Heftinformationen ››

Mit dem SUV in die Zukunft?
Autowerbung hat unter den Bedingungen eines rasant sich wandelndes Images des Automobils mit neuen kommunikativen Herausforderungen zu tun. Längst gilt das Auto nicht mehr als das Forschrittssymbol schlechthin, eher als problemerzeugendes Alltagsobjekt. Der Artikel analysiert am Beispiel aktueller SUV-Werbeclips, welche Strategien der Überzeugung von der Werbebranche verfolgt werden. Die Analyse ist ernüchternd, eine Ansprache, die Ausblick auf ein fortschrittliches Wünschen enthält, ist kaum zu finden. Ein Beispiel allerdings zeigt, wie Werbung zeitgemäße Mentalitätslagen aufnehmen kann.
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Sound-Maschinen, Pathos-Generatoren
Der Essay behandelt die neuen Tools der Klang- und Musikproduktion, die mit dem iPad zur Verfügung stehen. Die Potentiale der neuen Spielweisen, die neue Sound-Ästhetiken ermöglichen, treffen auf die Bedürfnisse nach Reproduzierbarkeit von Genre-Schemata und nach Steuerung von Gefühlswelten.
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› Menschenschwärme, Schwarmmenschen
Wer dem Modebegriff Schwarm nachforscht, befindet sich unvermittelt selbst in einem Schwarm – einem Schwarm aus Buzzwords: swarm intelligence, swarm logic, swarm communication, swarm robotics, mass swarming, swarm streaming, swarm behavior, swarm war, swarm science, swarm creativity usw. In dem Maße wie die Begriffe auf Wissenschaftlichkeit verweisen, drängt sich die Frage auf, welche imaginativen und affektiven Inhalte auf dem Spiel stehen. Die Analyse von paraliterarischen Texten gibt Auskunft über Semantiken und kulturelle Funktionen.
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