Monografien

Klavierzerstörungen in Kunst und Popkultur
Das Klavier – Kultgegenstand bürgerlicher Repräsentation – wurde im Laufe des 20. und 21. Jahrhunderts zum Gegenstand vielfältiger zerstörerischer Performances. Gunnar Schmidt geht in seinem Buch erstmals dem Phänomen dieser Destruktionsäußerungen nach und deutet diese als epochenspezifische Reaktionen auf unheilvolle Wirklichkeiten. Dazu präsentiert er ein umfangreiches Material aus den Bereichen Performance, Kunst, Film und Literatur.
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Weiche Displays. Projektionen auf Rauch, Wolken, Nebel
In der zeitgenössischen Kunst gibt es kaum ein Material, das nicht kunstwürdig geworden ist. Dazu gehören auch Dampf, Wolken, Rauch und Nebel, auf die mittels Lichtstrahlen Schriftzüge oder Bilder projiziert werden. Weiche Displays nennt Gunnar Schmidt diese Projektionsflächen und führt damit einen neuen Begriff in die Kunst- und Medientheorie ein. Er beschreibt ihre Geschichte vom 18. bis zum 21. Jahrhundert und verdeutlicht die Spannung zwischen traditionellen Bildern mit ihrer Repräsentationsfunktion und Bildern, die sich durch Bewegtheit, Flüchtigkeit und Unschärfe auszeichnen.
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Visualisierungen des Ereignisses
Springen, Fallen, Spritzen und Explodieren sind Flüchtigkeitsphänomene, die in jüngerer Geschichte durch mediale Inszenierungen Sensationswert erhalten haben und unser kulturelles Bildbewusstsein prägen. Auf der Grundlage einer kulturwissenschaftlich orientierten Bildwissenschaft rekonstruiert der Autor Ursprung und Wandel von Plötzlichkeitsmotiven.
Ein reiches Bildmaterial belegt eindrucksvoll, wie Aufzeichnungsmedien an der Herstellung von modernen Ereigniserfahrungen teilhaben.
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Ästhetik des Fadens
In der Avantgardekunst des 20. und 21. Jahrhunderts, die mit einem erweiterten Kunstbegriff operiert, findet ein Material wieder und wieder Verwendung, das zwischen armer Stofflichkeit und poetisch-metaphorischer Sinnfülle angesiedelt ist: der Faden.Die vorliegende "Fadenästhetik" bringt erstmalig unter-schiedliche künstlerische Strategien in eine Zusammenschau und zeigt, wie das Material ästhetisch medialisiert wird. Assoziationsreiche Kurzessays bringen auf überraschende Weise die zum Teil hermetischen Kunstwerke von Künstlern wie Eva Hesse, Fred Sandback, Rosemarie Trockel, Robert Morris u.a. zum Sprechen. Vorwort ››
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Das Gesicht. Eine Mediengeschichte
Gegenstand der Studie sind die historisch sich wandelnden Konzepte der Gesichtsdeutung, wie sie sich vom 18. bis zum beginnenden 20. Jahrhundert am bewegten, leidenschaftlichen Gesicht entwickelt haben. Was heute als "faziale Gesellschaft" bezeichnet wird, hat eine inhaltsreiche Vorgeschichte, die von den Künsten, der Philosophie und diversen Wissenschaften geprägt wurde. Ausgangspunkt der Untersuchung sind die von den Disziplinen verwendeten Bildmedien sowie die Frage, wie Repräsentationsformen Einfluss nehmen auf das Bild vom Menschen
. Vorwort ››
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Anamorphotische Körper
In dieser Monografie werden die Ursprünge der beginnenden medikalen Medienkultur im 19. Jahrhundert und die Wirkmächtigkeit der Ikonografie für das daraus entstehende Menschenbild im Kontext ästhetischer Debatten, literarischer Phantasien und wissenschaftlicher Erkenntnisinteressen erörtert. Vorwort ››
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Mikrologien
Die Kleinigkeiten, die kleinen Dinge erscheinen oft als unbedeutend, niedlich, dem Übersehen preisgegeben. Aber erschöpft sich ihr Logos in dieser (scheinbaren) Schwäche? Die vorliegenden Aufsätze entdecken andere Potenziale des Kleinen. In Literatur und Philosophie wird das Grundlegende, das Störende, das Dichte, die fantastische Welthaltigkeit aufgespürt. Der Band von Marianne Schuller und Gunnar Schmidt enthält Studien u.a. zu Walter Benjamin, Adalbert Stifter, Franz Kafka, Heinrich von Kleist, Virginia Woolf und Samuel Beckett ››
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Die Geschwindelten
Im Strudel, in der Täuschung: im Wahnsinn
Die Geschwindelten handelt von Künstlern und Schriftstellerinnen, die mit ihren Texten und Bildern Interfaces zum Wahn eingerichtet haben. Das Buch untersucht, wie die Attacken auf das Symbolische nicht bedingungslos als Ausgriffe auf signifikante Freiheiten angesehen werden können, sondern auch die Trauer in der Einsamkeit verbergen. Studien zu Richard Dadd, Virginia Woolf, Antonin Artaud, Edvard Munch, H.D. und Unica Zürn ››
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